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Der Obwaldner Kantonsrat

Der Kantonsrat ist das Parlament des Kantons Obwalden, also die gesetzgebende Behörde (Legislative). Ihm gehören 55 Mitglieder, zurzeit 15 Frauen und 40 Männer, an. Der Kantonsrat wird jeweils auf eine Amtsdauer von vier Jahren nach dem Proporzwahlverfahren bestellt. Er tritt zu 10 bis 12 ganz- oder halbtägigen Sitzungen pro Jahr zusammen, die ordentlicherweise im Rathaus in Sarnen stattfinden. Die Kantonsratssitzungen sind öffentlich.

Bild Büro Kantonsrat Amtsjahr 2021 / 2022
Dominik Rohrer, Regula Gerig-Bucher, Christoph von Rotz, André Windlin, Hubert Schumacher, Beat Hug (von links).

Ratsleitung

Amtsjahr 2021 / 2022

Kontakt

Ratssekretariat des Kantonsrats
Rathaus
Postfach 1562
6061 Sarnen

Tel. +41 41 666 62 02
staatskanzlei@ow.ch

Sitzverteilung

Amtsperiode 2018 bis 2022

Die 55 Sitze werden entsprechend der Wohnbevölkerung auf die Einwohnergemeinden verteilt. Eine Einwohnergemeinde hat Anspruch auf mindestens vier Sitze. In der Amtsperiode 2018 bis 2022 gelten folgende Zahlen:

  • Sarnen: 15 Sitze
  • Kerns: 9 Sitze
  • Sachseln: 7 Sitze
  • Alpnach: 9 Sitze
  • Giswil: 5 Sitze
  • Lungern: 4 Sitze
  • Engelberg: 6 Sitze

Die Hauptaufgaben des Kantonsrats sind die Gesetzgebung, die Oberaufsicht und die Vornahme von Wahlen. Zur Gesetzgebung gehören die Vorbereitung von Verfassungsänderungen, der Erlass, die Änderung und die Aufhebung von Gesetzen und Verordnungen sowie der Abschluss interkantonaler Vereinbarungen. Der Kantonsrat kann gegenüber dem Bundesparlament auch eine Standesinitiative einreichen oder das Kantonsreferendum ergreifen. Die Oberaufsicht übt er über Regierung und Staatsverwaltung sowie die Gerichtsbehörden aus, namentlich durch die Genehmigung von Rechenschaftsberichten und die Stellungnahme zu Planungen. Im Weiteren ist der Kantonsrat zuständig für Finanzbeschlüsse von erheblicher finanzieller Tragweite und den Staatsvoranschlag sowie für Begnadigungen. Der Kantonsrat wählt unter anderen Landammann, Landstatthalter und Landschreiberin oder Landschreiber sowie die Vizepräsidien der Gerichte.

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