Regionale Lehrerweiterbildung ist seit 25 Jahren erfolgreich unterwegs
Was heute eine etablierte und selbstverständliche Zusammenarbeit ist, begann vor 25 Jahren mit einem schlichten Programmheft: mintgrünes Deckblatt, drei Kantonswappen im Zweifarbendruck und ein verbindendes Ziel. Für das Schuljahr 2002/03 erschien erstmals ein gemeinsames Weiterbildungsprogramm für Lehrpersonen der Kantone Nidwalden, Obwalden und Uri – ein Meilenstein der innerschweizerischen Bildungszusammenarbeit.
Unter dem Begriff NORI (Nidwalden, Obwalden, URI) bündelten die drei Kantone damals ihre Weiterbildungsangebote für Lehrerinnen und Lehrer. Das Vorwort stand unter dem Leitsatz «Nichts ist konstanter als der Wandel.» Rückblickend erwies sich diese Aussage als wegweisend. Aus diesem ersten gemeinsamen Schritt ist eine Erfolgsgeschichte entstanden, die bis heute andauert. In diesen Tagen erscheint das 25. gemeinsame Kursprogramm.
Hin zu einem vielfältigen Bildungsangebot
Das erste Programm beinhaltete Kurse aus fünf Hauptbereichen – von Lehrpersonen und Schule über Pädagogik und Didaktik, Sprache und Medien sowie Mensch-Natur und Mitwelt bis hin zu Gestaltung, Musik und Bewegung. Seither hat sich das Angebot kontinuierlich weiterentwickelt. Heute umfasst es rund 30 fachliche und überfachliche Rubriken, die sich am Lehrplan 21 orientieren und aktuelle Herausforderungen des Schulalltags aufgreifen. Im aktuellen Schuljahr sind für die knapp 300 Kurse rund 3500 Anmeldungen eingegangen.
Auch organisatorisch hat sich in diesem Vierteljahrhundert vieles verändert: Während die Anmeldung zu Beginn noch per Anmeldekarte erfolgte, steht den Lehr- und Fachpersonen seit 2019 auch eine digitale Kursplattform zur Verfügung. Diese ermöglicht nicht nur eine zeitgemässe Anmeldung, sondern bietet ausführliche Informationen zu allen Angeboten. Regelmässige Umfragen zeigen, dass diese sowohl bei den Teilnehmenden als auch bei den Kursleitungen gut ankommen. Besonders erwähnt wurden Weiterbildungen, die konkrete Impulse für den Unterricht liefern, Raum für Austausch bieten und praxisnah auf aktuelle Entwicklungen eingehen – beispielsweise die Nutzung von Lerngelegenheiten ausserhalb des Schulzimmers. Ebenfalls positiv hervorgehoben werden die verlässliche Organisation der Kurse sowie Bestrebungen, die Inhalte vermehrt auch digital zugänglich zu machen. Gemeinsam tragen diese Voraussetzungen dazu bei, der heterogenen Zielgruppe von der Kindergartenlehrperson bis zur Oberstufenfachperson und vom Schulischen Heilpädagogen bis zur Schulleiterin gerecht zu werden
Klarer Auftritt, zeitgemässe Form
Der Wandel, dem man sich bereits in der ersten Ausgabe verschrieben hat, zeigt sich im Erscheinungsbild des Programms. Nach den ersten grossformatigen Broschüren im Schwarz-Weiss-Druck wird das Weiterbildungsangebot seit 2007 in einem handlichen Pocket-Format publiziert. Das Heft bietet eine kompakte Übersicht mit den wichtigsten Angaben, während vertiefte Kursbeschreibungen online abrufbar sind.
Hinter dem gemeinsamen Programm steht ein breit abgestütztes Netzwerk. Die kantonalen LWB-Fachstellen werden seit Beginn von Fach- und Beratungspersonen aus unterschiedlichen Bildungsbereichen unterstützt. Ebenso trägt der kontinuierliche Austausch mit den Pädagogischen Hochschulen der Zentralschweiz zum vielfältigen Angebot bei. Ziel ist es, nicht nur Fachwissen zu vermitteln und zu vertiefen, sondern auch Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenzen gezielt zu fördern.
Gemeinsam in die Zukunft
Ein Zitat von Antoine de Saint-Exupéry prägte das Vorwort des Programmhefts 2022/23: «Was die Zukunft betrifft, geht es nicht darum, sie vorauszusehen, sondern sie möglich zu machen.» In diesem Sinne schauen die Fachstellen von Nidwalden, Obwalden und Uri zuversichtlich nach vorne. Die bewährte Zusammenarbeit, das gemeinsame Lernen und die Offenheit für den Wandel sollen auch künftig die Grundlage dafür bilden, Lehr- und Fachpersonen wirksam zu unterstützen und damit zu starken Schulen und einer hochwertigen Bildung beizutragen.
Zugehörige Objekte
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