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Obwalden
in einmaliger Landschaft – aufstrebend

Hochwassersituation im Sarneraatal entspannt sich langsam – schlimme Schäden blieben aus

Nachdem der Sarnersee am letzten Freitag den Höchststand von 471.10 m erreicht hat, ist der Pegel um mehr als 50 Zentimeter gesunken. Schlimmere Schäden konnten dank der glücklichen Wetterentwicklung, aufgrund des guten Notfallmanagements sowie durch die gegenseitige Unterstützung und Solidarität verhindert werden.

Die Hochwassersituation im Kanton Obwalden entspannt sich von Tag zu Tag. Weil flächendeckende Niederschläge im Sarneraatal und in Engelberg seit letztem Freitag ausgeblieben sind, sinken die Pegel der Seen und die Abflussmengen der Fliessgewässer. Der Pegel des Sarnersees ist seit dem Ereignisbeginn am 8. Juli 2021 um rund 1.30 m gestiegen und erreichte am 16. Juli 2021 die Höchstmarke von 471.10 Metern über Meer. Seither ist der Pegel um mehr als 50 Zentimeter auf 470.54 m zurückgegangen.

Da bis am Freitag im Einzugsgebiet keine nennenswerten Niederschläge zu erwarten sind, wird sich die Situation weiter entspannen. Die für Schäden durch Überflutungen kritische Kote von 470.50 m dürfte heute Dienstag unterschritten werden. "Die Trockenperiode ist auch sehr wertvoll für die Böden, die nun etwas abtrocknen können. Die Böden gewinnen damit wieder Speicherkapazität für kommende Niederschläge", erklärt Urs Hunziker, Leiter der Abteilung Naturgefahren und Wasserbau. Die Gefahr von Rutschungen wird mit jedem trockenen Tag ebenfalls kleiner.

Das aktuelle Hochwasserereignis reiht sich als mittleres Hochwasser in die Ereigniskette der letzten 20 Jahre ein. 2004 erreichte der Sarnersee einen Höchststand von 471.17 m, 2005 lag er bei 472.42 m und 2007 bei 470.92 m. Der Pegel hätte um weitere 1.30 m ansteigen müssen, um den Pegel von 2005 zu erreichen. 

Höhe der Schadenssumme noch nicht bekannt
Menschen kamen durch das Ereignis nicht zu Schaden. Neben dem überfluteten Quartier Ried in der Gemeinde Sachseln waren weitere Gebäude am Sarnersee, entlang der Sarneraa und am Alpnachersee von Überschwemmungen betroffen. Weitere Sachschäden entstanden in Kellern und Tiefgaragen. Zahlreiche Uferwege mussten gesperrt werden. Die Zugstrecke der Zentralbahn ist zwischen Giswil und Hergiswil nach wie vor unterbrochen. Die Höhe der Schadenssumme kann noch nicht beziffert werden.

Hoher Pegel im Lungerersee verhindert weitere Schäden
Einen massgeblichen Beitrag zur Vermeidung weiterer Sachschäden am und um den Sarnersee leisteten das Elektrizitätswerk Obwalden EWO und die betroffenen Seeanstösser in Lungern. Sie waren damit einverstanden, dass der Lungerersee auf eine Kote von 689.20 m gestaut werden konnte. "Dank diesem Höherstauen des Lungerersees konnte der Pegel des Sarnersees etwa 10 Zentimeter tiefer gehalten werden", erklärt Urs Hunziker. Wassermassen aus den Melchtälern wurde durch die Kraftwerksanlagen gezielt in den Lungerersee geleitet und dort zurückgehalten. Aktuell werden die Pegel der Stauseen in Lungern und Melchsee-Frutt wieder auf normales Niveau reduziert. Damit werden Reserven geschaffen für kommende Niederschlagsereignisse.

Regierungsrat bedankt sich
"Dank dem Rückstau im Lungerersee und den nach dem Hochwasser 2005 aufgebauten Notfallorganisationen kam das Sarneraatal mit einem blauen Auge davon. Wir haben in den letzten 15 Jahren zahlreiche Hochwasserschutzprojekte realisiert, Fachkräfte ausgebildet und die Abläufe für Ereignisfälle geübt. Zudem haben viele Betroffene vorgesorgt und Objektschutzvorrichtungen an ihren Gebäuden erstellt", sagt Baudirektor Josef Hess erleichtert. "Ein besonderer Dank gilt dem EWO, allen Einsatzkräften und der Bevölkerung für ihr besonnenes Handeln, das Befolgen der Anweisungen und für die gegenseitige, noch immerwährende Unterstützung zur Bewältigung der angefallenen Schäden."


Dokument Medienmitteilung_AWL_Hochwasser_20.07.2021.pdf (pdf, 96.6 kB)


Datum der Mitteilung 20. Juli 2021