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Obwalden
in Traditionen verwurzelt – innovativ

Sicherstellen der Hygiene in vorübergehend ungenutzten Trinkwasserinstallationen

Die Wasserleitungen vieler Betriebe, die aufgrund der Schutzmassnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Infektionen den Betrieb temporär einstellen mussten, bergen ein erhöhtes Risiko für einen Legionellenbefall. Vor der Wiedereröffnung sollten diese Leitungen deshalb gründlich durchgespült werden.

Durch die Massnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Infektionen mussten im März 2020 schweizweit Schulen, Sportanlagen, Schwimmbäder, Hotels, Restaurants und andere Gebäude geschlossen oder in der Nutzung stark eingeschränkt werden. Das Coronavirus ist nicht über das Trinkwasser übertragbar. Die Betriebspausen können jedoch indirekt eine Gefährdung des Trinkwassers bzw. der Konsumentinnen und Konsumenten mit sich bringen. Wenn über mehrere Wochen der bestimmungsgemässe Betrieb der Trinkwasserverteilsysteme nicht gewährleistet ist, erhöht sich das Risiko für einen Legionellenbefall sowie für den übermässigen Aufwuchs von anderen Mikroorganismen im Trinkwasser. Legionellen können schwere Lungenentzündungen auslösen.

Die Betriebe können diese Gefahr mit einfachen Massnahmen abwenden: Bei Wiederinbetriebnahme ist an allen Entnahmearmaturen das Wasser mindestens bis zum Erreichen der Temperaturkonstanz fliessen zu lassen. Dabei ist es wichtig, mehrere Entnahmestellen gleichzeitig zu öffnen, um für eine genügend starke Durchströmung in den Verteilleitungen zu sorgen. Die Spülung erfolgt getrennt sowohl für die Warm‐ als auch für die Kaltwasserinstallation. Dabei ist Aerosolbildung zu vermeiden und der Selbstschutz zu beachten. Nach mehrwöchigem Stillstand wird eine mikrobiologische Überprüfung empfohlen.

Das Laboratorium der Urkantone hat die einzelnen Betriebe, Hotels, Schulen, Sportvereine usw. bereits am 23. April 2020 im Kanton Obwalden direkt angeschrieben und zudem im Amtsblatt vom 23. April 2020 eine Information zum Thema veröffentlicht.

Als Erinnerung ruft der Kantonale Führungsstab in Absprache mit dem Laboratorium der Urkantone die Betriebe auf, diese einfachen und wirksamen Massnahmen konsequent umzusetzen. Sie schützen damit ihre Kunden und ihr Personal vor einer ernsthaften Erkrankung.

Bei weiteren Fragen oder einer gewünschten mikrobiologischen Untersuchung der Warm- und Kaltwasserinstallation bei Wiederinbetriebnahme steht das Laboratorium der Urkantone zur Verfügung.

Weiterführende Informationen:


Dokument MM_KFS_Legionellen.pdf (pdf, 57.0 kB)


Datum der Mitteilung 8. Mai 2020