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Hochwassersicherheit Sarneraatal: Regierungsrat verabschiedet Planungskredit für Wasserbauprojekt Sarneraa Alpnach II an Kantonsrat

24. April 2026
Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat einen Planungskredit von 1,55 Millionen Franken für das Wasserbauprojekt Sarneraa Alpnach II. Damit soll der letzte Abschnitt der Sarneraa zwischen dem Sarner- und dem Alpnachersee ausgebaut werden. Das Projekt verbessert den Hochwasserschutz und wertet den Fluss ökologisch auf.

Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat einen Planungskredit von 1,55 Millionen Franken für das Wasserbauprojekt Sarneraa Alpnach II. Vorgesehen ist der Ausbau des 1,1 km langen Abschnitts zwischen Wasserrückgabe Kraftwerk Sarneraa und der Mündung in den Alpnachersee. Das Projekt ist Teil des Gesamtprojekts Sarneraa Alpnach, das entsprechend der Dringlichkeit in zwei Wasserbauprojekte unterteilt wurde. Die Ausbauarbeiten am oberen Abschnitt, Sarneraa Alpnach I, der zwischen dem Stauwehr und der Wasserrückgabe des Kraftwerks Sarneraa liegt, stehen kurz vor dem Abschluss.

Abflusskapazität bis zum Alpnachersee zeitnah gewährleisten

Nach der Inbetriebnahme des Hochwasserentlastungsstollens und dem Gerinneausbau auf dem Abschnitt des Wasserbauprojekts I darf mit der Planung und Ausführung der Massnahmen des Wasserbauprojekts II nicht weiter zugewartet werden. Ohne Massnahmen wird die Sarneraa in diesem Abschnitt nach der Inbetriebnahme des Hochwasserstollens künftig häufiger über die Ufer treten. Gemäss Statistik wäre dies alle zwei bis fünf Jahre der Fall. Das kann zu grossflächigen Überflutungen des angrenzenden Kulturlands führen. Neben den Räumungskosten und Ernteausfällen drohen Schäden an den Ufermauern und bestehenden Schutzbauten. An die Behebung solcher Schäden leistet der Bund keine Beiträge.

Um die Hochwassersicherheit im Sarneraatal nachhaltig zu gewährleisten, muss auch im untersten Abschnitt der Sarneraa eine genügende Abflusskapazität geschaffen werden. Der Baustart ist aufgrund der zahlreichen zu berücksichtigenden Interessen und Komplexität der Planung sowie den notwendigen Verfahrensschritten frühestens ab 2031 möglich.

Ökologische Aufwertung als Chance
Das Wasserbauprojekt Sarneraa Alpnach II ist gemäss der Wasserbaugesetzgebung und der Vollzugspraxis des Bundes als Revitalisierungsprojekt ausgelegt. In diesem Abschnitt bestehen keine unmittelbaren Risiken für Personen oder genügend grosse Sachwerte, welche für einen Gewässerausbau im Rahmen eines Hochwasserschutzprojektes nötig wären.

Der Abschnitt zwischen der Wasserrückgabe Kraftwerk Sarneraa und dem Alpnachersee weist heute grosse ökologische Defizite auf. Diese sollen mit Revitalisierungsmassnahmen gemäss den Bundesvorgaben behoben werden. Die Sarneraa ist in diesem Bereich stark verbaut und in ihrer natürlichen Dynamik massiv eingeschränkt. Es fehlen Strukturen im Gewässer, und der Austausch mit dem Umland ist begrenzt. Durch die Revitalisierung entstehen vielfältigere Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Das Gebiet weist bereits heute eine hohe ökologische Bedeutung auf, unter anderem als BLN-Gebiet, Flachmoor von nationaler Bedeutung und Auenschutzgebiet. Mit dem Projekt können diese wertvollen Lebensräume besser vernetzt und nachhaltig gestärkt werden.

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