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Obwalden
in Traditionen verwurzelt – innovativ

bejagte Wildarten im Kanton Obwalden

Zuständige Amtsstelle: Wildtiere und Jagd
Verantwortlich: Kesseli, Cyrill

Einige Tiere, die früher einmal intensiv bejagt wurden, stehen heute unter Schutz. Und einige früher seltene Tiere kommen heute wieder häufig vor.

Der Wolf war ursprünglich Standwild, wurde aber zunehmend verdrängt. Für den Abschuss wurden hohe Prämien bezahlt. Im Jahr 1833 wurde der letzte Wolf in Obwalden oberhalb von Sarnen erlegt.

Der Bär wurde früher in grossen Prügelfallen gefangen und erlegt. Die letzte Bärenjagd erfolgte 1820 in den Kernser Alpen.

Über den Luchs, wie Bär und Wolf früher als Feind bejagt, wurden viele Schauermärchen dazugedichtet. Nach alten Quellen wurde 1781 der letzte Luchs in Obwalden geschossen. Seit 1970 ist der Luchs als faszinierendes Wildtier in unserer Wildbahn wieder heimisch, nachdem zusammen mit dem Rotwild drei Paare ausgesetzt wurden, die sich gut vermehrt und auf die Nachbarskantone ausgebreitet haben. Die von vielen Jägern befürchteten Zusammenbrüche der Rehwildbestände sind nicht eingetroffen. Heute wird der Luchs von einer breiten Bevölkerung als Teil der vielfältigen Tierwelt akzeptiert und es ist bemerkenswert und ein Zeugnis der vielfältigen Natur in Obwalden, dass trotz grossen Störungen durch den Menschen die Population einigermassen gesichert ist.

Früher wurden auch Auerwild, Birkwild und Schneehühner bejagt, die heute unter Schutz stehen. Trotz ihrer harten Bedrängnis durch die vielseitigen Aktivitäten der Menschen finden wir, zwar selten, das Hasel- und das Steinhuhn, in recht guten Kolonien das Auerwild und ganz gut verbreitet das Birkwild. Auch die unterschiedlichsten Arten von Enten und sogar der Uhu bewohnen die Lebensräume unseres Kantons.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Schalenwilddichte sehr gering. Eine strenge Bejagungspraxis, die Schaffung von Banngebieten und zunehmend auch die veränderten ökologischen Bedingungen des Lebensraumes (grösseres Angebot an Äsung im Wald) führten zu einem kontinuierlichen Anstieg der Reh-, Gäms- und Rotwildbestände.

Nur selten verirrt sich das Schwarzwild in die Obwaldner Jagdgründe, da die künstliche Barriere des schweizerischen Nationalstrassennetzes die Ausbreitung dieser einheimischen Wildtiere nicht zulässt.

Hohe Bestände vor allem an Schalenwild können Probleme in der Waldverjüngung und in der Landwirtschaft verursachen. Ein integraler Ansatz unter Einbezug aller relevanten Bereiche wie Jagd, Wald, Landwirtschaft, Raumplanung, Naturschutz, Freizeit und Tourismus kann zu einer nachhaltigen Problemlösung beitragen. Ein vom Regierungsrat erlassenes Wald-Wild-Lebensraumkonzept definiert Massnahmen für alle genannten Bereiche und fördert so die Koexistenz von Wald und Wild sowie die Begrenzung von Schäden in der Landwirtschaft auf ein tragbares Mass.


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