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Obwalden
in einmaliger Landschaft – aufstrebend

Hochwasserschutzprojekt Kleine Schliere, Alpnach: Kreditvorlage an Kantonsrat

Das Hochwasserschutzprojekt beseitigt die Gefährdung durch die Kleine Schliere in Siedlungsbereichen der Gemeinde Alpnach. Die Gemeindebevölkerung hat das Hochwasserschutzprojekt an der Urnenabstimmung vom 24. November 2019 mit einer zwei Drittel-Mehrheit unterstützt. Der Regierungsrat beantragt beim Parlament einen Kantonsbeitrag.

Die Kleine Schliere hat in der Vergangenheit immer wieder für Überschwemmungen und Übersarungen im Dorf Alpnach gesorgt und grosse Schäden angerichtet. Um das Dorf zukünftig vor solchen Hochwasserereignissen zu schützen, erarbeitete die Gemeinde Alpnach ein Hochwasserschutzprojekt, das in vier sehr eng miteinander verknüpfte Teilprojekte unterteilt ist: Das Entlastungsbauwerk Chlewigen, der Entlastungskorridor, die Aufweitung im Unterlauf und die Sanierung des Geschiebetriebkanals.

Das Hauptziel des Gesamtprojekts ist es, durch eine kontrollierte Entlastungsstelle oberhalb des Siedlungsgebiets den Abfluss im Geschiebetriebkanal im Ereignisfall zu begrenzen und eine allfällige Überlast kontrolliert über einen Korridor dem Alpnachersee zuzuleiten.

Die vier Teilprojekte im Überblick
Teilprojekt 1 sieht im Gebiet Chlewigen (Bereich des bestehenden Geschiebesammlers) die Realisierung einer grösseren Geschieberückhaltezone vor. Ein Trennbauwerk soll gewährleisten, dass nur diejenige Wassermenge in den Kanal gelangt, welche dort auch sicher abgeführt werden kann.

Der Rest des Wassers wird aus dem Kanal in den Entlastungskorridor ausgeleitet. Mit Terrainveränderungen an verschiedenen Orten, technischen Bauten bei betroffenen Gebäuden sowie mobilen Sperren wird das Hochwasser kontrolliert bis in den Alpnachersee geleitet (Teilprojekt 2).

Die Schwellen des bald hundertjährigen Geschiebetriebkanals sind teilweise nur (noch) schwach fundiert. Die Böschungen können bei grösseren Belastungen unterspült werden. Umfassende Instandstellungen sind notwendig (Teilprojekt 4). Gleichzeitig wird der Geschiebetriebkanal bis unter das Entlastungsbauwerk Chlewigen fischgängig gemacht.

Die für die Bewilligungsfähigkeit des Gesamtprojekts notwendigen ökologischen Aufwertungen sind im Teilprojekt 3 zusammengefasst. Unter anderem wird der Platz in den beiden bestehenden Sammlern (Chilcherli und Städerried) genutzt, um das Flussbett bis in den See zu verbreitern. Aufgrund dieser Massnahmen ist ein Ersatz der bestehenden Städerriedstrassenbrücke durch eine Brücke mit grösserer Spannweite notwendig.

Bund, Kanton und Gemeinde teilen Kosten
Die Kosten für das Hochwasserschutzprojekt Kleine Schliere werden auf insgesamt 35,25 Millionen Franken veranschlagt, davon sind 34 Millionen Franken anrechenbar. Sie werden von Bund, Kanton und der Gemeinde Alpnach gemeinsam getragen. Von Seiten Bund ist zusätzlich zur Basissubvention von 35 bis 45 Prozent der anrechenbaren Kosten ein Schwerfinanzierbarkeitszuschlag von bis zu 20 Prozent möglich. Der Kantonsanteil beläuft sich auf mit Gewährung des Schwerfinanzierbarkeitszuschlags auf 7,31 Millionen Franken. Falls der Schwerfinanzierbarkeitszuschlag nicht gewährt wird, beträgt der Kantonsanteil 30 Prozent, respektive 10,2 Millionen Franken.

Öffentliche Auflage im Herbst 2020
Die Gemeindebevölkerung von Alpnach hat sich am 24. November 2019 mit 66 Prozent Ja-Stimmen für die Realisierung des Projekts ausgesprochen. Der Regierungsrat unterbreitet das Projekt dem Kantonsrat zur Genehmigung und zur Bewilligung des Kantonsbeitrags. Stimmt der Kantonsrat dem Projekt an der nächsten Sitzung zu, wird es im Herbst 2020 öffentlich aufgelegt. Bei einem reibungslosen Verlauf der weiteren Verfahrensschritte kann ab 2021 mit der Realisierung der Schutzmassnahmen gestartet werden. Die Umsetzung erfolgt über einen Zeitraum von ungefähr fünf Jahren.


Projektperimeter
Übersicht über den Projektperimeter und die vier Teilprojekte.

Dokument 20-23_MM_RR_KR_HWS_Kleine_Schliere_Alpnach.pdf (pdf, 2025.0 kB)


Datum der Neuigkeit 3. Apr. 2020