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Hochwasserentlastungsstollen Sarneraatal: Arbeiten beim Einlaufbauwerk starten Mitte Januar

18. Januar 2024
Mitte Januar 2024 beginnen die Hauptarbeiten beim Einlaufbauwerk im Gebiet Seehof in Sachseln. Damit geht der Bau des Hochwasserentlastungstollens in die nächste Phase. Das Einlaufbauwerk dient als Wasserfassung für den Stollen. Im Mai 2026 soll er in Betrieb genommen werden können.

Der Entlastungsstollen unterteilt sich in drei Abschnitte: das Einlaufbauwerk, den mit der Tunnelbohrmaschine aufgefahrenen Stollen und das Auslaufbauwerk. Die Innenausbauarbeiten im Stollen laufen auf Hochtouren. Auf einem Viertel der Stollenstrecke ist die Spritzbetonschale bereits eingebaut. Der Innenausbau dauert noch rund ein Jahr.

Optimierung des Bauablaufs dank vorgezogenen Arbeiten
Der Bau des Entlastungsbauwerks geht in die nächste Phase: Parallel zum Innenausbau im Stollen beginnen ab Mitte Januar 2024 die Hauptarbeiten beim Einlaufbauwerk. "Dank einer weiteren Optimierung des Bauablaufs kann die beim Bau des Hochwasserentlastungsstollens eingefahrene zeitliche Verzögerung teilweise aufgefangen und so die Inbetriebnahme frühestmöglich sichergestellt werden", erklärt Projektleiter Daniel Fanger. Damit wird ab Mai 2026 ein wichtiger Meilenstein im Hochwasserschutz für das Sarneraatal erreicht.

Unmittelbar nach Fertigstellung der Innenausbauarbeiten des Stollens Ende 2024 beginnen die Bauarbeiten beim Auslaufbauwerk. Dieses befindet sich unterhalb der Staustufe am Wichelsee. Der Durchfluss wird im Endausbau durch zwei nebeneinanderliegende Schützen beim Auslauf reguliert. Die maximale Abflusskapazität des Stollens vollständig geöffneten Schützen beträgt 100 Kubikmeter pro Sekunde, was der dreifachen Menge des schadlosen Abflusses der Sarneraa entspricht. Im Stollen ergeben sich dabei Strömungsgeschwindigkeiten von drei bis vier Meter pro Sekunde, was der durchschnittlichen Geschwindigkeit eines Velofahrers entspricht.  

Einlaufbauwerk kaum sichtbar
Das Einlaufbauwerk im Gebiet Seehof, Sachseln wird so realisiert, dass die Seewasserfassung dauerhaft rund 10 Meter unter dem mittleren Wasserspiegel des Sarnersees liegt. Das Bauwerk ist damit kaum sichtbar. Lediglich die Be- und Entlüftungsleitungen des Stollens sowie das Einlaufschütz benötigen Aufbauten über dem Boden. Das Einlaufbauwerk wird für den Betrieb und Unterhalt zusätzlich mit einem Schwemmholzrückhalt, einem Einlaufrechen sowie Einlauf- und Notschütz für Schliessungen des Stollens bei Revisionen und Notfällen ausgerüstet.

Die Bauarbeiten sind für den Zeitraum von Januar 2024 bis Mai 2025 geplant, während die Umgebungsarbeiten voraussichtlich bis Sommer 2025 andauern werden.

Einlaufbauwerk im Gebiet Sachseln (Bild: Adrian Durrer, durrAir)
Einlaufbauwerk im Gebiet Sachseln (Bild: Adrian Durrer, durrAir)

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