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Obwalden
im Herzen der Schweiz – überraschend einzigartig

Anzahl Gäste in Obwaldner Hotels hat sich im Jahr 2020 halbiert

Im Jahr 2020 verzeichnete die Obwaldner Hotellerie rund 325 000 Logiernächte. Im Vergleich zu 2019 entspricht dies einer Abnahme um 49 Prozent. Dies geht aus der vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichten Beherbergungsstatistik 2020 hervor. Da Obwalden als Tourismuskanton von den Massnahmen des Bundes zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie besonders stark betroffen ist, setzt sich Volkswirtschaftsdirektor Daniel Wyler dafür ein, dass der Kanton zusätzliche Mittel aus der "Bundesratsreserve" für die Covid-19-Härtefallmassnahmen erhält.

Nach einer Zunahme in den ersten beiden Monaten des Jahres 2020 kam es in der Schweiz von März bis Dezember 2020 gegenüber dem Vorjahr zu einem regelrechten Nachfrageeinbruch im Tourismussektor. Im März verordnete der Bundesrat aufgrund der ausserordentlichen Situation im Zusammenhang mit der Covid-19 Pandemie weitreichende Schutzmassnahmen. Insgesamt sanken die registrierten Logiernächte in der Schweiz im Jahr 2020 auf 23,7 Millionen (-40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). So tief waren die Werte zuletzt Ende der 1950er-Jahre.

Am stärksten war die Abnahme in städtischen Regionen wie Genf, Basel oder Zürich. Die geringsten Abnahmen wiesen die Tourismusregionen Graubünden (- 9,2 Prozent) und Tessin (-16,3 Prozent) auf. Die Tourismusregion Luzern-Vierwaldstättersee, die auch den Kanton Obwalden beinhaltet, verzeichnete einen Logiernächterückgang von rund 45 Prozent. Der Logiernächterückgang in der Region ist vor allem aufgrund der stark rückläufigen ausländischen Nachfrage entstanden (- 75 Prozent).

Die Anzahl Hotelbetriebe und Betten im Kanton Obwalden sind bis Dezember 2020 zirka auf dem gleichen Niveau wie 2019 geblieben. Die Logiernächte der Hotelbetriebe im Kanton Obwalden sind hingegen gegenüber dem Vorjahr um 49 Prozent auf total 325 301 zurückgegangen. Am wenigsten stark zurückgegangen sind die Logiernächte von Gästen aus der Schweiz (-7 Prozent) und am stärksten die Logiernächte von Gästen aus Asien (-94 Prozent). Um 48 Prozent gesunken ist die Nachfrage von Gästen aus dem europäischen Kontinent. Nur die Kantone Genf, Zürich, Basel-Stadt, Luzern und Zug verzeichneten einen verhältnismässig stärkeren Rückgang bei den Logiernächten. Im Gegensatz zu den Hotels haben die Campingbetriebe in Obwalden von der ausserordentlichen Lage profitiert und durchschnittlich 20 Prozent mehr Logiernächte gegenüber 2019 verzeichnet.

Im Sarneraatal sind die Logiernächte von Hotels im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent gesunken. Die Gäste aus der Schweiz sind im Sarneraatal etwa auf dem gleichen Niveau wie 2019 geblieben (-2 Prozent). In Engelberg sind die Logiernächte der Hotellerie hingegen im Vergleich zum Vorjahr um 56 Prozent gesunken. Auch die Bettenauslastung hat sich mehr als halbiert. Besonders ins Gewicht gefallen ist der starke Rückgang der Gäste aus Asien (-93 Prozent). Das Ausbleiben der asiatischen Gäste konnte in Engelberg nicht mit Gästen aus der Schweiz (-13 Prozent) oder Europa (-38 Prozent) kompensiert werden.

Der Kanton Obwalden handelt
Der Kanton Obwalden ist sich der schwierigen Situation für den Tourismus aufgrund der ausserordentlichen Lage der Covid-19-Pandemie bewusst. Deshalb hat Volkswirtschaftsdirektor Daniel Wyler zusammen mit den beiden Obwaldner Bundesparlamentariern den Bundesrat mehrfach darauf hingewiesen, dass der aktuelle Verteilschlüssel der Bundesmittel für die Covid-19-Härtefallmassnahmen (welcher zu zwei Drittel auf dem BIP und zu einem Drittel auf der Einwohnerzahl basiert) die Tourismuskantone massiv benachteiligt. Gemäss dem Bundesratsvorschlag ist neu auch vorgesehen, dass das Parlament eine zusätzliche Milliarde als sogenannte "Bundesratsreserve" für besonders betroffene Kantone freigeben und der Bundesrat den Verteilschlüssel dazu neu festlegen soll.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des BFS unter:
https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/tourismus.html


Dokument Medienmitteilung Beherbergungsstatistik.pdf (pdf, 22.3 kB)


Datum der Neuigkeit 24. Feb. 2021