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Obwalden
im Herzen der Schweiz – überraschend einzigartig

Kurzarbeit infolge des Coronavirus

Zuständiges Departement: Volkswirtschaftsdepartement
Zuständige Amtsstelle: Amt für Arbeit

Betriebe können Kurzarbeit anmelden, wenn sie Arbeitsausfälle infolge des Coronavirus erleiden und damit Arbeitsplätze erhalten. Im ersten Schritt müssen Betriebe die Kurzarbeit voranmelden, im zweiten Schritt reichen sie bei der gewählten Arbeitslosenkasse die Abrechnung ein, um die Entschädigung zu erhalten. Um eine effiziente und rasche Gesuchsbearbeitung zu gewährleisten, bitten Sie, die entsprechenden Formulare korrekt und vollständig einzureichen.

Kurzarbeitsentschädigung beantragen

Wenn Arbeitgebende aus wirtschaftlichen Gründen die normale Arbeitszeit vorübergehend kürzen müssen, können sie bei der Arbeitslosenversicherung Kurzarbeitsentschädigung beantragen.

Voraussetzungen

Die normale Arbeitszeit muss um mindestens zehn Prozent gekürzt werden, damit ein Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung besteht.

Ablauf

Schritt 1:

Als Arbeitgeber mit Betriebsstandort im Kanton Obwalden müssen Sie die geplante Kurzarbeit dem Amt für Arbeit mindestens zehn Tage vor Beginn der Kurzarbeit schriftlich melden.

Reichen Sie das elektronische Formular online ein füllen Sie folgendes Formular aus:

KAE-Voranmeldung COVID-19

Geben Sie die gewünschte Arbeitslosenkasse an:

In der Regel ist dies die  Arbeitslosenkassen  Obwalden Nidwalden

Bitte benutzen Sie nach Möglichkeit die digitale Anmeldung über https://www.job-room.ch/kae/covid19. Sie erleichtern uns damit die Arbeit. Sofern eine digitale Anmeldung für Sie nicht möglich ist, senden Sie das Formular „KAE-Voranmeldung COVID-19“ in einfacher Ausführung samt den erforderlichen Unterlagen  bitte per Post an:

Amt für Arbeit
St. Antonistrasse 4
6061 Sarnen

Sie erhalten schriftlich so schnell wie möglich Bescheid, ob die Kurzarbeitsentschädigung bewilligt wird. Das Amt für Arbeit arbeitet auf Hochtouren, um die eingehenden Gesuche unbürokratisch zu prüfen und möglichst schnell darüber zu entscheiden. Wir versuchen, Ihnen so schnell wie möglich zu antworten. Danke für Ihr Verständnis.

Schritt 2:

Zum normalen Termin bezahlen Sie Ihren Angestellten 80 Prozent des entsprechenden Lohnausfalls. Achtung: Die Sozialversicherungsbeträge müssen Sie ungekürzt weiterbezahlen. Ihren Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung können Sie ab dem 1. Tag des Folgemonats bei der gewählten Arbeitslosenkasse geltend machen, jedoch spätestens innert drei Monaten nach Ende jedes Abrechnungsmonats. Die Abrechnung reichen Sie bitte rechtzeitig und unabhängig davon ein, ob Sie bereits einen Bewilligungsentscheid vom Amt für Arbeit erhalten haben oder nicht, da verspätet eingereichte Abrechnungen ansonsten verwirkt sind. Dazu senden Sie die benötigten Unterlagen (siehe unten) an die gewählte Arbeitslosenkasse.

Ablauf

Haben Sie die Öffentliche Arbeitslosenkasse bei Schritt 1 ausgewählt? Registrieren Sie sich auf dem neuen SECO-Online-Portal und erstellen Sie ein Benutzerkonto. So können Sie Ihren Anspruch schnell und einfach geltend machen und die Kurzarbeit abrechnen (gilt ab dem Abrechnungsmonat September 2020):

SECO-Online_Portal

Fristen & Termine

Entschädigungsanspruch geltend machen: Spätestens innert drei Monaten nach Ende jedes Abrechnungsmonats, unabhängig davon, ob Sie vom Amt für Arbeit einen Bewilligungsentscheid erhalten haben oder nicht, da verspätet geltend gemachte Abrechnungen ansonsten verwirkt sind.

Kosten

Keine

Formulare & Online-Dienstleistungen

Auf arbeit.swiss finden Sie noch weitere Informationen und Formulare zur Kurzarbeit, auch zur Kurzarbeit, die nicht aufgrund des Coronavirus beantragt wird:

arbeit.swiss

Rechtliche Grundlagen

Arbeitslosenversicherungsgesetz AVIG Art. 31-41 (SR 837.0)

Übersicht über anspruchsberechtigte Personen

Anspruchsberechtigt sind:

  • Personen in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis: weiterhin.
  • Personen in einem "unecht" befristeten Arbeitsverhältnis (befristeter Arbeitsvertrag mit Kündigungsmöglichkeit): weiterhin, solange der Arbeitsvertrag nicht gekündigt wurde und bis zum Zeitpunkt, ab dem keine vorzeitige Auflösung mittels regulärer Kündigung mehr möglich ist.
  • Personen in einem "echten" befristeten Arbeitsverhältnis (befristeter Arbeitsvertrag ohne Kündigungsmöglichkeit): bis 31.08.2020.
  • Personen in einem Lehrverhältnis:
    Lernende bis 31.05.2020 und
    Berufsbildner/-innen (Arbeitnehmende) mit einer vom kantonalen Berufsbildungsamt ausgestellten Ausbildungsbewilligung unter bestimmten Voraussetzungen: weiterhin (arbeitgeberähnliche Personen sind nicht anspruchsberechtigt, auch wenn sie Lehrlinge ausbilden) und Lernende, die vom Betrieb nach Lehrabschluss angestellt werden: weiterhin
  • Personen im Dienste einer Organisation für Temporärarbeit (Arbeitsvermittlung / Personalverleih), die an mindestens einem Einsatzbetrieb verliehen sind: bis 31.08.2020.
  • Personen in einem Arbeitsverhältnis auf Abruf:
    Bis 31.08.2020: Arbeitnehmende auf Abruf, deren Beschäftigungsgrad keinen starken Schwankungen, d.h. weniger als 20%, unterliegt (bei starken Schwankungen des Beschäftigungsgrads von mehr als 20% müssen diese Personen seit mehr als 6 Monaten in dem Betrieb arbeiten, das Kurzarbeit anmeldet).
    Ab 01.09.2020: Nur Arbeitnehmende auf Abruf mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag oder unecht befristeten Arbeitsvertrag (mit Kündigungsmöglichkeit), die seit mindestens 6 Monaten im Betrieb auf Abruf arbeiten, auch solche, deren Beschäftigungsgrad um mehr als 20 Prozent schwankt.
  • Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung und ihre mitarbeitenden Ehegatten oder eingetragenen Partner/Partnerinnen (Gesellschafter, Geschäftsführer, CEO, etc.): bis 31.05.2020.
  • Besonders gefährdete Personen/Risikopersonen: bis 30.06.2020.
     

Nicht anspruchsberechtigt sind:

  • Personen, die das AHV-Rentenalter erreicht haben.
  • Personen, die ihre Arbeitsleistung aus persönlichen Gründen nicht erbringen können (z.B. Krankheit, familiäre Betreuungspflichten, Angst vor Ansteckung etc.).
  • Raumpfleger/-innen, Hausangestellte und Tagesmütter, die einen Arbeitsvertrag mit einer Privatperson abgeschlossen haben.
  • Personen in gekündigtem Arbeitsverhältnis, ungeachtet welche Vertragspartei gekündigt hat.
  • Personen, deren Arbeitsausfall nicht bestimmbar ist.
  • Personen, die mit der Kurzarbeit nicht einverstanden sind.
  • Selbständig Erwerbende.

Zusätzliche Änderungen:

  • Der Bundesrat hat die Höchstbezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung von zwölf auf achtzehn Monate verlängert.
  • Ausserdem hat der Bundesrat entschieden, bis Ende März 2021 das vereinfachte Verfahren für die Voranmeldung von Kurzarbeit sowie das summarische Verfahren für die Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung (KAE) beizubehalten.

Höhe der Kurzarbeitsentschädigung

Die Kurzarbeitsentschädigung beträgt 80 Prozent der anrechenbaren Lohnkosten. Der maximal versicherte Verdienst liegt bei 148'200 Franken pro Jahr, respektive 12'350 Franken pro Monat.

Selbständigerwerbende und Inhaberinnen oder Inhaber einer GmbH oder AG

Selbständigerwerbende und Inhaberinnen oder Inhaber einer GmbH oder AG mit erheblicher Umsatzeinbusse können Corona-Entschädigung beantragen. Bitte wenden Sie sich an Ihre Ausgleichskasse.


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