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Obwalden
in Traditionen verwurzelt – innovativ

99 Prozent der Schulabgänger haben eine Anschlusslösung

Für 370 (Vorjahr: 399) Jugendliche in Nidwalden und 376 (356) Jugendliche in Obwalden ist im Juli die obligatorische Schulzeit zu Ende gegangen. Die meisten von ihnen starten im August mit einer Berufslehre oder besuchen eine weiterführende Schule. Der Übergang von der obligatorischen Schulzeit in die nachobligatorische Bildung wurde durch die Corona-Pandemie nicht beeinträchtigt.

366 Jugendliche in Nidwalden (99%) und 374 Jugendliche in Obwalden (99.5%) haben nach der obligatorischen Schulzeit eine Anschlusslösung gefunden. Dies ergibt die Schulenderhebung, die jährlich von der Berufs- und Studienberatung Nidwalden und der Berufs- und Weiterbildungsberatung Obwalden durchgeführt wird. Diese Zahlen sind sehr erfreulich.

Wie in den Vorjahren starten in beiden Kantonen knapp zwei Drittel aller Schulabgängerinnen und Schulabgänger eine 2-, 3- oder 4-jährige berufliche Grundbildung. Mehrheitlich haben sowohl die Nidwaldner als auch die Obwaldner Schulabgängerinnen und Schulabgänger eine Lehrstelle im eigenen Kanton gefunden. 30 Prozent der Nidwaldner und 24 Prozent der Obwaldner werden ihre Berufslehre ausserkantonal antreten.

Die Vielfalt der Berufswahl ist bei den weiblichen Jugendlichen deutlich weniger ausgeprägt als bei den männlichen. Während die Schulabgängerinnen zwischen 29 (Nidwalden) respektive 38 (Obwalden) verschiedenen Berufen gewählt haben, entschieden sich die Nidwaldner Schulabgänger für 51, die Obwaldner Schulabgänger für 45 verschiedene Berufe. Am beliebtesten sind nach wie vor die kaufmännischen Berufe sowie die Gesundheits-, Detailhandels- und Elektroinstallationsberufe. Zu den selten gewählten Berufslehren zählen unter anderem Anlagen- und Apparatebauer/-in, Fachmann/-frau Bewegungs- und  Gesundheitsförderung oder Fassadenbauer/in.

Weiterführende Schulen vor allem bei jungen Frauen gefragt
Rund ein Viertel tritt in eine weiterführende Schule über, wobei die weiblichen Jugendlichen sowohl in Obwalden (65%) als auch in Nidwalden (57%) die Mehrheit bilden. Der grösste Anteil der Übertritte entfällt mit rund 90 Prozent auf das jeweilige kantonale Gymnasium. Die übrigen Übertritte erfolgen an eine Fachmittelschule, ein ausserkantonales Kurzzeitgymnasium, eine Privatschule oder an die Sportmittelschule Engelberg.

Etwas mehr als 10 Prozent der Jugendlichen absolvieren nach der obligatorischen Schulzeit ein Zwischenjahr. In beiden Kantonen besuchen je die Hälfte davon das kantonale Brückenangebot. Die anderen Schulabgängerinnen und -abgänger haben sich für private Angebote wie Sozialjahr, Sprachaufenthalte, Agri-Prakti (Hauswirtschaftsjahr) oder Au-Pair-Jahr oder für den gestalterischen Vorkurs entschieden. Auffallend oft wählen Schulabgängerinnen private Zwischenlösungen, die einen hohen Praxisanteil beinhalten.

Nur einzelne Jugendliche wussten zum Zeitpunkt der Erhebung noch nicht, wie es für sie nach dem Sommer weitergeht (in Nidwalden 4, in Obwalden 2). Diese Jugendlichen stehen noch im Bewerbungsverfahren für eine Lehrstelle oder eine weiterführende Schule. In beiden Kantonen sind aktuell zahlreiche offene Lehrstellen verfügbar und Lehrverträge können noch bis Ende Oktober abgeschlossen werden.

Weitere Informationen:


Dokument Medienmitteilung_Schulenderhebung.pdf (pdf, 214.6 kB)


Datum der Mitteilung 16. Juli 2020