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Jahreskonferenz der Obwaldner Jugend+Sport-Coaches

21. November 2022
Rund 60 J+S-Coachs sowie Expertinnen und Experten trafen sich am Montag, 7. November zur kantonalen Kaderkonferenz in Alpnach. Der Anlass stand ganz im Zeichen von 50 Jahre Jugend+Sport und der Einführung einer neuen Datenbank auf Bundesebene für die Coachs.

Das einzigartige Sportförderprogramm Jugend+Sport, auch unter der Abkürzung J+S bekannt, feiert dieses Jahr das 50-jährige Bestehen. Auch im Kanton Obwalden kann auf eine 50-jährige J+S-Zugehörigkeit zurückgeblickt werden. Wie André Kiser, Leiter der Abteilung Sport Obwalden, in seinem Rückblick auf die vergangenen 50 Jahre J+S im Kanton Obwalden ausführte, wurde 1972 ein kantonales Amt für Turnen und Sport geschaffen, welches seine ersten Büroräumlichkeiten im Rathaus Sarnen beziehen konnte. Guido Caprez und Hans Ettlin leiteten fortan die Geschicke des Sportes im Kanton und entwickelten diesen immer weiter. Schon ein Jahr später, im Jahre 1973, fand erstmals ein kantonales Sommerlager in Tenero statt, damals ausschliesslich als Kanulager. Heute wird das kantonale Tenerolager als polysportives Sportlager für Jugendliche im Alter von 14-20 Jahren durchgeführt und findet in der Regel in der zweitletzten Sommerferienwoche statt. Weitere Meilensteine im Obwaldner Sport in den letzten 50 Jahren sind beispielsweise die Durchführung der "Tunnelgames" im Umfahrungstunnel Sachseln kurz vor dessen Eröffnung anlässlich des 25-Jahre Jubiläums von J+S, das Obwaldner Sportkonzept (2005) oder das Inkrafttreten des kantonalen Sportförderungsgesetzes (2011).

Jubiläumsaktivitäten zu 50 Jahre Jugend+Sport in Obwalden

Im Kanton Obwalden fanden am Freitag, 16. September und Samstag, 17. September verschiedene Jubiläumsaktivitäten statt. Der Freitag stand im Zeichen der Schulen, und am Samstag wurde das Jubiläum auf dem Sportareal Dreifachhalle und Seefeld Sarnen mit einem Sportevent gefeiert. Fast die ganze Palette der J+S-Sportarten, die von den Sportvereinen im Kanton Obwalden angeboten werden, war auf dem Sportareal vertreten und konnte ausprobiert werden. Die Vereine zeigten sich bei der Präsentation ihrer Sportarten äusserst kreativ: sie zeigten eindrückliche Shows, boten Schnupperlektionen an, stellten animierende Parcours zur Verfügung, forderten zu spannenden Challenges auf oder lockten mit Wettbewerben. Und natürlich konnte man überall selbst ausprobieren und sich aktiv betätigen.

J+S im Kanton Obwalden

Es ist sehr erfreulich, dass sowohl die Vereinsaktivitäten wie auch die Anzahl der teilnehmenden Jugendlichen auch während der Zeit der Pandemie praktisch stabil geblieben sind. Im Jahr 2021 (die definitiven Zahlen des laufenden Jahres liegen noch nicht vor) haben im Kanton insgesamt 4'539 Jugendliche im Alter von fünf bis 20 Jahren einen oder mehrere der total 374 von den Vereinen angebotenen Kurse besucht. Damit sind die Zahlen sogar höher als im Jahr 2019 vor der Pandemie. Die Vereine erhielten für diese durchgeführte J+S-Tätigkeit vom Bund Unterstützungsbeiträge in der Höhe von fast einer halben Million Franken.

Eine wichtige Aufgabe der Abteilung Sport Obwalden ist die Durchführung von Aus- und Weiterbildungskursen für J+S-Leitende. Nachdem im letzten Jahr infolge der Corona-Situation mehrere Kurse abgesagt werden mussten, konnten dieses Jahr mit einer Ausnahme alle vorgesehenen Kurse – zum Teil jedoch noch mit gewissen Einschränkungen – wieder durchgeführt werden. Acht Leiterkurse, 14 Fortbildungskurse sowie ein Kurs im J+S Kindersport wurden durch die Abteilung Sport organisiert.

Mit der Einführung einer neuen nationalen Datenbank Sport (NDS) durch das BASPO (Bundesamt für Sport) werden sowohl die Abteilung Sport wie auch die Coachs der Sportvereine mit einer Herausforderung konfrontiert. Im Verlaufe des Novembers wird die altgediente Sportdatenbank, mit welcher bisher gearbeitet wurde, in den Ruhestand versetzt. Anfang Dezember wird die neue Datenbank in Betrieb genommen. Sie soll für die Coachs Erleichterungen bringen und berücksichtigt Neuerungen bei Jugend+Sport, die ab 1. Dezember Gültigkeit haben.

Swisslos Gelder

Die Unterstützung mit Swisslos-Geldern durch den Kanton ist für die Sportvereine von grosser Wichtigkeit. So konnten im Jahr 2022 Beiträge von rund 520'000 Franken an die Vereine ausbezahlt werden. Davon gingen rund 67'000.- an die Durchführung von Sportanlässen. Mit einem Gesamtbetrag von 50'100 Franken konnten zudem 36 junge Obwaldner Sporttalente unterstützt werden.

Elf verdiente J+S-Leiter/innen mit total 360 Jahren Leitertätigkeit bei Jugend und Sport

Ein wichtiger Bestandteil im Rahmen dieser Kadertagung ist jeweils die Ehrung von langjährigen Leiterinnen und Leitern. Die Leiter/innen der Sportvereine sind die zentralen Personen bei den J+S-Angeboten für Jugendliche. Nur durch ihr Wirken können die Vereine ihre Sportangebote durchführen. Mit grossem Engagement und Freude trainieren sie mit den Kindern und Jugendlichen und geben so ihr Wissen weiter. Auch dieses Jahr konnten wiederum verdienstvolle Personen für eine 20-jährige oder noch längere Leitertätigkeit geehrt werden. Alle Geehrten sind für einen Obwaldner Verein im Kanton Obwalden tätig. Sie durften aus den Händen des Abteilungsleiters Sport den persönlichen Dank sowie als Zeichen der Wertschätzung ein Präsent entgegennehmen. Mit nicht weniger als 50 Jahren Leitertätigkeit, also genau so lange, wie es J+S gibt, konnte der Langlaufleiter Werner Christen ein spezielles Präsent entgegennehmen.

Die geehrten Personen sind:
20 Jahre: Heidi Langenstein (Skifahren), Stephania Lurati (Tennis), Catherine Wipfli (Geräteturnen)
25 Jahre: Patrick Berwert (Unihockey und diverse)
30 Jahre: Peter Zurfluh (Skifahren), Jürg Kafader (Kunstturnen/Geräteturnen), Harald Müller (Geräteturnen), Roger Müller (Leichtathletik)
45 Jahre: Roland Bucher (Geräteturnen), Robert Grüter (Eishockey)
50 Jahre: Werner Christen (Langlauf)

Stehend v.l.n.r.: Robert Grüter, Stephania Lurati, Peter Zurfluh, Heidi Langenstein, Roger Müller, Catherine Wipfli Knieend v.l.n.r.: Harald Müller, Jürg Kafader, Werner Christen, Roland Bucher (es fehlt Patrick Berwert)
Stehend v.l.n.r.: Robert Grüter, Stephania Lurati, Peter Zurfluh, Heidi Langenstein, Roger Müller, Catherine Wipfli; Knieend v.l.n.r.: Harald Müller, Jürg Kafader, Werner Christen, Roland Bucher (es fehlt Patrick Berwert)

 

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