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Neues Schulprogramm für die Kantonsschule Obwalden

24. August 2022
Der Regierungsrat hat das neue Schulprogramm der Kantonsschule Obwalden erlassen. Es enthält die Entwicklungsziele für die nächsten vier Schuljahre.

Das Schulprogramm der Kantonsschule Obwalden (KSO) ist das zentrale Instrument für die Gestaltung und Weiterentwicklung der Schule. Im Schulprogramm werden pädagogische und organisatorische Schwerpunkte gesetzt und in Form von Entwicklungszielen festgeschrieben. Das Schulprogramm erstreckt sich über die nächsten vier Schuljahre. Es ist ein wichtiges Führungsinstrument für die Schulleitung und das Amt für Volks- und Mittelschulen. Das Schulprogramm ist nebst dem Schulleitbild und dem Organisationsstatut eines von drei Instrumenten zur Qualitätssicherung und -entwicklung, die im Bildungsgesetz von 2006 für alle Schulen vorgeschrieben sind.

Für die Schuljahre 2022/23 bis 2025/26 wurden für die Kantonsschule Obwalden in folgenden Themenbereichen Entwicklungsziele gesetzt:

Infrastruktur, Bring Your Own Device (BYOD)
Im Zuge der Digitalisierung und den Veränderungen in den Lehr- und Lernformen werden Anpassungen an der IT-Infrastruktur vorgenommen und das Konzept Bring Your Own Device (BYOD) eingeführt. Das Konzept BYOD wird gestaffelt umgesetzt. Im Schuljahr 2022/23 machen die Studierenden der 1. und 4. Klasse des Gymnasiums den Anfang. Sie bringen ihren privaten Laptop in die Schule mit und arbeiten im und ausserhalb des Unterrichts damit. Da die Schule während der obligatorischen Volksschulzeit unentgeltlich ist, erhalten die Eltern der betroffenen Schülerinnen und Schülern als Entschädigung eine Pauschale ausbezahlt. Die Einführung in den anderen Klassen folgt in den nächsten Schuljahren.

Schullehrpläne und Maturitätsanerkennungsreglement
Im Rahmen des Projekts Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und des Bundes werden die Rahmenlehrpläne und das Reglement über die Anerkennung von gymnasialen Maturitätsausweisen (MAR) überarbeitet. In der Folge müssen die Schullehrpläne und allenfalls auch die Organisation der KSO an die neuen Vorgaben angepasst werden.

Gemeinsames Prüfen
Das Gemeinsame Prüfen ist eine Empfehlung der EDK zur langfristigen Sicherung des prüfungsfreien Hochschulzugangs. Mit dem Gemeinsamen Prüfen soll die allgemeine Studierfähigkeit der Studierenden durch gemeinsam erstellte und vergleichbare Maturitätsprüfungen und Leistungsbeurteilungen gesichert werden. Das Gemeinsame Prüfen wird an der KSO bei den Maturitätsprüfungen bereits praktiziert. In einem nächsten Schritt wird nun das Gemeinsame Prüfen auf alle Fachschaften und auf die Leistungsbeurteilungen während des Schuljahres ausgedehnt.

Gesundheitsförderung
In den letzten zwei Jahren forderten politische Vorstösse und Studierende der KSO mehr Unterstützung bei sozialen und psychischen Problemen in der Form von Schulischer Sozialarbeit an der KSO. Das Rektorat hat als Reaktion darauf die Vertrauenslehrpersonen als niederschwelliges Angebot eingeführt und die Information über die bestehenden Hilfsangebote verbessert. Im Rahmen des Entwicklungsziels wird die KSO ihr Angebot zur Förderung der körperlichen und geistigen Gesundheit analysieren und Vorschläge zur Deckung des Bedarfs erarbeiten. 

Betreutes Lernen
Mit dem Projekt Betreutes Lernen wird ein freiwilliges Angebot für die Schülerinnen und Schüler der 1. und 2. Klassen aufgebaut. Ältere Studierende sollen die Schülerinnen und Schüler beim Lösen der Hausaufgaben und bei der Prüfungsvorbereitung unterstützen.

Interne und externe Angebote sowie Veranstaltungen
Die KSO veranstaltet während des Schuljahres eine Vielzahl von internen Anlässen und öffentlich zugänglichen Veranstaltungen. Im Rahmen des Entwicklungsziels werden bestehende und neue Aktivitäten geprüft und in einem Gesamtkonzept gefasst.

Alters- und stufendurchmischte Zusammenarbeit zwischen Studierenden
Die KSO entwickelt einfache und nachhaltige Organisationsformen, um den Zusammenhalt, die Identifikation mit der Schule und das Wir-Gefühl der Schulgemeinschaft zu stärken.

Methodisch-didaktische Lehr- und Lernprozesse, fächerübergreifender Unterricht und Bildung für nachhaltige Entwicklung
Die KSO überprüft und optimiert ihre Lehr- und Lernprozesse. Es gilt den Studierenden das Wissen und Können zu vermitteln, das sie befähigt, zukünftige, komplexe Herausforderungen zu bewältigen. Ziel ist eine bestmögliche Vorbereitung der Studierenden auf ein Studium an einer Universität, der ETH oder einer Pädagogischen Hochschule und den späteren Anschluss an den Arbeitsmarkt.

Einführungs- und Vorkonzeptphase in der Maturaarbeit
Alle Maturandinnen und Maturanden erstellen im 5. Gymnasium eine Maturaarbeit. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Einführungs- und Vorkonzeptphase der Maturaarbeit Optimierungsbedarf aufweist. Im Entwicklungsziel geht es darum, die Situation zu analysieren und Verbesserungen vorzunehmen. 

Link: Schulprogramm 2022/23 – 2025/26 der Kantonsschule Obwalden

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