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Kanton Obwalden präsentiert Energie- und Klimakonzept 2035

25. Mai 2022
Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung, die nur gemeinsam gemeistert werden kann. Gleichzeitig haben in den letzten Monaten Fragen der Versorgungssicherheit stark an Bedeutung gewonnen. Der Kanton Obwalden stellt sich diesen Herausforderungen mit dem Energie- und Klimakonzept 2035. Das Konzept gibt Ziele und Massnahmen für die künftige kantonale Energiepolitik vor. Das Konzept geht nun in eine öffentliche Vernehmlassung. Parteien, Interessenverbände sowie die Bevölkerung sind eingeladen, sich über das Online-Tool "E-Mitwirkung" einzubringen. Die Vernehmlassung dauert vom 25. Mai 2022 bis am 15. Juli 2022.

Der Kanton Obwalden betreibt seit über einem Jahrzehnt eine aktive Energiepolitik, mit welcher er den Energiebedarf und die Treibhausgasemissionen im Kanton Obwalden senkt. Das letzte Massnahmenprogramm, das Energiekonzept 2009, hatte einen Planungshorizont bis Ende 2020 und konnte insgesamt erfolgreich umgesetzt werden (siehe Schlussbericht). Mit dem nun vorliegenden Energie- und Klimakonzept 2035 trägt der Kanton Obwalden angesichts der drohenden Klimaveränderungen dem Wandel von der reinen Energiepolitik (Energiekonzept 2009) hin zu einer Energie- und Klimapolitik Rechnung. In der öffentlichen Debatte nehmen neben dem Klimawandel auch Fragen der heutigen und zukünftigen Versorgungssicherheit eine bedeutende Rolle ein. Das Energie- und Klimakonzept 2035 ist auf die übergeordnete Klimastrategie des Bundes mit dem Ziel, Netto Null bis 2050 zu erreichen, und auf das Pariser Klimaabkommen 2015 ausgerichtet. "Gleichzeitig befasst sich das Energie- und Klimakonzept mit der in letzter Zeit immer stärker in den Fokus tretenden Frage der Energie-Versorgungssicherheit", ergänzt Energiedirektor Josef Hess.

Klimawandel als Chance nutzen
Mit dem Energie- und Klimakonzept 2035 verfolgt der Kanton Obwalden die Vision, deutlich mehr erneuerbare Energie[1] zu produzieren als er selbst benötigt. "Damit will der Kanton Obwalden Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Kanton schaffen und die Schweiz dabei unterstützen, die nationalen Energie- und Klimaziele zu erreichen", erklärt Josef Hess. Gleichzeitig trägt der Kanton Obwalden mit dieser Vision zur nationalen Versorgungssicherheit bei.

Um seiner Vision zu folgen, strebt der Kanton Obwalden drei Ziele an:

  • Steigerung der Stromproduktion im Kanton Obwalden aus neuer erneuerbarer Energie[2] bis ins Jahr 2035 um mindestens den Faktor 25;
  • Reduktion der Treibhausgasemissionen im Kantonsgebiet vom Jahr 2020 bis ins Jahr 2035 um mindestens Netto 55 Prozent;
  • Reduktion der Treibhausgasemissionen aus der Verwaltungstätigkeit bis 2040 auf Netto Null.

Mit 26 Massnahmen zum Ziel
Damit die drei Ziele erreicht werden können, formuliert der Kanton Obwalden einen Massnahmenplan mit 26 bis im Jahr 2035 umzusetzenden Massnahmen. Ergänzend dazu gibt der Kurzbericht Klimaanpassung einen Überblick über bereits getroffene Massnahmen und Lücken bei der Anpassung an den Klimawandel in den Sektoren Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Biodiversitätsmanagement, Naturgefahren, Gesundheit, Energieversorgung, Tourismus und Raumentwicklung.

Bevölkerung wird zur Mitwirkung eingeladen
Das Vernehmlassungsverfahren zum Energie- und Klimakonzept 2035 und dem Kurzbericht Klimaanpassung startet am 25. Mai 2022 und dauert bis am 15. Juli 2022. Die öffentliche Vernehmlassung wird digital mit dem Online-Tool "E-Mitwirkung" durchgeführt. Damit bietet der Kanton Obwalden interessierten Personen, Organisationen und Behörden einen benutzerfreundlichen Weg, sich zum Planungsbericht zu äussern. Gleichzeitig erlaubt das Online-Tool eine effiziente Auswertung der eingereichten Stellungnahmen.

 

 

[1]   Damit sind alle erneuerbaren Energien gemeint, nicht «nur» erneuerbarer Strom.

[2]   Zu den neuen erneuerbaren Energien zählen Solarenergie, Windkraft, Geothermie, Energie aus Biomasse und Umweltwärme. Das bedeutet auch, dass die Wasserkraft bei diesem Ziel nicht berücksichtigt wird.

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