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Obwalden
in Traditionen verwurzelt – innovativ

Erwachsenenschutz


Braucht eine erwachsene Person Unterstützung, die nicht oder nicht genügend durch das private Umfeld oder freiwillige private und öffentliche Sozialdienste gewährleistet werden kann, ist eine Meldung an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) angezeigt. Das Einreichen des Gefährdungsmeldungsformulars an die KESB hat schriftlich per Post zu erfolgen.

Die individuelle Schutz- oder Hilfsbedürftigkeit wird mit massgeschneiderten Massnahmen (Beistandschaften, Art. 393 – Art. 398 ZGB) ausgeglichen und nach Möglichkeit behoben, so dass die Situation der betroffenen Person stabilisiert oder verbessert werden kann. Dem Selbstbestimmungsrecht kommt im Rahmen des Möglichen eine besondere Bedeutung zu (Vorsorgeaufträge, Patientenverfügungen, gesetzliche Vertretungsrechte, Verhältnismässigkeit der Massnahmen etc.).

Zudem weist das Schweizerische Zivilgesetzbuch (ZGB) der KESB weitere Aufgaben zu, die unabhängig von einer Beistandschaft den Ausgleich eines Schwächezustands oder der fehlenden Kontrollmöglichkeit gewährleisten:
  • Validierung (Gültigkeitsprüfung) von Vorsorgeaufträgen
  • Einschreiten auf Antrag bei Nichteinhaltung von Patientenverfügungen
  • Überprüfung von zustimmungsbedürftigen Geschäften (z.B. Erbteilungsverträge)
  • Überprüfung und Anordnung von fürsorgerischen Unterbringungen
  • Behandlung von Adoptionsanträgen von Personen mit Wohnsitz im Kanton Obwalden
  • etc.
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