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Obwalden
in Traditionen verwurzelt – innovativ

Agrarleitbild

Zuständige Amtsstelle: Amt für Landwirtschaft und Umwelt
Verantwortlich: Abächerli, Bruno


Agrarleitbild Obwalden

An der Sitzung vom 25. Juni 2004 hat der Obwaldner Kantonsrat das Agrarleitbild über die Land- und Alpwirtschaft des Regierungsrates verabschiedet. Das Agrarleitbild zeigt in Abstimmung mit der neuen Agrarpolitik AP 2007/2011 und der Strategieplanung des Regierungsrates die Stärken und Schwächen sowie mögliche Entwicklungspfade der Obwaldner Land- und Alpwirtschaft auf. Gleichzeitig steckt das Agrarleitbild die Möglichkeiten der kantonalen Einflussnahme und der finanziellen Unterstützung ab.

Ändernde Rahmenbedingungen

Durch die schnell fortschreitenden und grundlegenden Veränderungen der kantonalen, nationalen und internationalen agrarpolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist die kleinstrukturierte und auf die Milchproduktion ausgerichtete Obwaldner Land- und Alpwirtschaft stark gefordert. Mit dem weiteren Abbau der Marktstützungen und des Grenzschutzes nehmen die staatlichen Einflussmöglichkeiten ab und die Land- und Alpwirtschaft hat sich vermehrt den marktwirtschaftlichen Herausforderungen und den gesellschaftlichen Erwartungen zu stellen.

Auswirkungen auf die Alpwirtschaft

Die Alpwirtschaft als Erweiterung der Existenzgrundlage für die Heimbetriebe ist bedeutend, wächst doch rund ein Viertel des Grundfutters für die Nutztiere auf den Alpen. Die Veränderungen werden auch unweigerliche Auswirkungen auf die Alpwirtschaft haben. Daher werden auch für die Alpwirtschaft die marktgerechte Positionierung und der Absatz der Alpprodukte und der alpwirtschaftlichen Dienstleistungen sehr wichtig. Vereinfachungen und Rationalisierungen bei traditionellen, arbeitsaufwändigen und kostenintensiven Produktionssystemen werden zwingend.

Grosse Herausforderungen für die Milchproduzenten

Mit dem Abbau der Marktstützungen und des Grenzschutzes wird der Milchpreis weiter sinken. Gleichzeitig ist der vorzeitige Ausstieg aus der Milchkontingentierung seit 2006 möglich. Dadurch werden von den Milchproduzenten grosse Anstrengungen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, der Produktivität und der Angebotsbündelung verlangt. Für viele Milchproduktionsbetriebe sind neue, kostensenkende Formen der überbetrieblichen Zusammenarbeit und die Vergrösserung der Betriebsflächen und der Milchlieferrechte notwendig.

Nebenerwerb immer wichtiger

Für rund 40 Prozent der Landwirtschaftsbetriebe im Kanton Obwalden sind Veränderungen zwingend notwendig, da ihre betriebswirtschaftliche Lage bereits heute ungenügend ist. Das Agrarleitbild zeigt verschiedene Entwicklungspfade und deren betriebswirtschaftlichen Folgen auf. Diese gehen von der Vergrösserung, der Verbesserung der Wertschöpfung, der Steigerung der Effizienz, der Kostensenkung bis zur Aufgabe der Betriebe aus. Aufgrund der tiefen landwirtschaftlichen Einkommen ist der Nebenerwerb bereits heute für viele Betriebe von grosser Bedeutung. Vom Gesamteinkommen der Landwirtschaft von rund 41 Millionen Franken (Jahr 2000) stammt nämlich rund die Hälfte aus dem Nebeneinkommen bzw. 12 Millionen aus einem unselbstständigen Nebenerwerb.

Wirtschaftliche, marktorientierte und ökologische Betriebe

Gemeinsam mit den direkt betroffenen Bäuerinnen, Bauern, ihren Organisationen und nichtbäuerlichen Interessengruppen wurden aufgrund ihrer Problemwahrnehmungen und Zielvorstellungen Leitsätze, Ziele und Massnahmen für die Obwaldner Land- und Alpwirtschaft entwickelt. Im Zentrum der kantonalen Förderpolitik sollen in Zukunft wirtschaftliche Betriebe mit gut ausgebildeten Bäuerinnen und Bauern und umwelt- und tierfreundlichen Bewirtschaftungsformen stehen. Diese sollen mit der marktorientierten Nahrungsmittelproduktion aber auch mit Dienstleistungen und multifunktionalen Leistungen ein angemessenes landwirtschaftliches Einkommen erzielen. Gleichzeitig leisten sie dadurch einen Beitrag zur Produkte- und Lebensqualität, zur Pflege der Kulturlandschaft und der kulturellen Vielfalt. Das Aufzeigen der vielfältigen Leistungen der Land- und Alpwirtschaft aber auch der Dialog mit den landwirtschaftlichen und nichtlandwirtschaftlichen Partnern und Kunden wird in Zukunft eine sehr wichtige Rolle für die Akzeptanz der bäuerlichen Anliegen spielen.

Das Agrarleitbild kann beim Amt für Landwirtschaft und Umwelt Obwalden bezogen werden.

Dokumente Agrarleitbild - 1 Leitsatz.pdf (pdf, 178.5 kB)
Agrarleitbild - 2 Leitsatz.pdf (pdf, 183.8 kB)
Agrarleitbild - 3 Leitsatz.pdf (pdf, 189.5 kB)
Agrarleitbild - 4 Leitsatz.pdf (pdf, 185.9 kB)
Agrarleitbild - 5 Leitsatz.pdf (pdf, 179.0 kB)
Agrarleitbild - 6 Leitsatz.pdf (pdf, 209.0 kB)
Agrarleitbild - 7 Leitsatz.pdf (pdf, 183.3 kB)
Agrarleitbild - 8 Leitsatz.pdf (pdf, 198.3 kB)
Agrarleitbild - Vision.pdf (pdf, 230.5 kB)
Agrarleitbild Obwaldner Landwirtschaft in Zahlen.pdf (pdf, 176.0 kB)
Zwischenbericht.pdf (pdf, 19.5 kB)

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