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Obwalden
in Traditionen verwurzelt innovativ

Erfreuliche Entwicklung des Fischerparadieses Lungern

Seit dem 1. Januar 2011 ist das Fischerparadies Lungern erfolgreich in Betrieb. Es wurde geschaffen, um im Lungerersee eine attraktive Fischerei aufzubauen. Dazu werden grosse Mengen an fangreifen Regenbogenforellen eingesetzt, welche mit einem entsprechenden Patent wieder gefangen werden können. Heute werden jährlich rund 17 000 Patente abgegeben.

Bereits in den 1990-er Jahren äusserten die Lungerer Fischer den Wunsch, ihren See zur Erhöhung der fischereilichen Attraktivität selber bewirtschaften zu dürfen. Dazu sollte nach dem Modell des Wägitalersees im Kanton Schwyz die Regenbogenforelle eingesetzt werden. Diese Fischart stammt ursprünglich aus Nordamerika. Sie ist schnellwachsend und anpassungsfähig und daher als Besatzfisch für die Angelfischerei sehr beliebt.

Mit der Totalrevision des Fischereigesetzes 1997 erhielt der Regierungsrat die Kompetenz, die fischereiliche Teilnutzung einzelner Seen den Einwohnergemeinden übertragen zu können. Nach Erhalt der notwendigen Bewilligung des Bundes und einigen Jahren mit probeweisen Einsätzen von Regenbogenforellen durch den Kanton schloss der Regierungsrat 2010 mit dem Einwohnergemeinderat Lungern die Vereinbarung zur Übertragung der fischereilichen Teilnutzung des Lungerersees ab. Die Einwohnergemeinde gründete anschliessend die Lungerersee AG, welche unter dem Namen Fischerparadies Lungern am 1. Januar 2011 den Betrieb aufnahm.

Bereits im ersten Betriebsjahr wurden knapp zehn Tonnen fangreife Regenbogenforellen eingesetzt. Die Besatzmenge stieg in den folgenden Jahren bis auf heute rund 35 Tonnen pro Jahr an, wovon der grösste Teil wieder gefangen wird. Parallel dazu nahm die Zahl der Patentverkäufe von anfänglich 160 Jahres- und 4 300 Tagespatenten auf über 600 Jahres- und rund 17 000 Tagespatente im Jahr 2016 zu. Etwa zwei Drittel der Angelnden stammen nicht aus dem Kanton Obwalden, sondern reisen von der übrigen Schweiz und dem nahegelegenen Ausland an. Das Fischerparadies hat somit sicher auch neue Gäste angezogen und einiges zur besseren Bekanntheit von Lungern beigetragen.

Trotz der intensiven Bewirtschaftung mit Regenbogenforellen sind bis heute keine wesentlichen Beeinträchtigungen der einheimischen Pflanzen- und Tierwelt bekannt. Die zahlreichen Angelnden verursachen allerdings zusätzlichen Verkehr, wobei insbesondere die Parkplatzproblematik gelöst werden muss. Für die Zukunft soll jedoch die bestehend gute Qualität der auf Naturerlebnis ausgerichtete Fischerei gehalten und weiter ausgebaut werden.
Mann mit Forelle.
Sean Stalder mit einer im Lungerersee gefangenen Forelle (Bild: Fischerparadies Lungern)
Dokumente MM_VD_Bericht_Lungerersee_AG.pdf (pdf, 277.2 kB)
Forelle_Sean_Stalder.JPG (JPG, 116.2 kB)


Datum der Mitteilung 28. Dez. 2017